Pareidolie ist eine Form der Apophänie, bei der man in ansonsten unterschiedlichen Objekten Bilder wie etwa Gesichter oder Gestalten wahrnimmt.
Ich kann nichts dagegen tun. Fast überall, wo ich hingehe, stoße ich auf verborgene, fremdartige Wesen. Oft in sich verändernden Dingen wie Wolken oder Dünen bei starkem Wind, aber auch in Felsen, Muscheln, Pflanzen und Bäumen oder in menschengemachten Objekten wie Tapeten- oder Fliesenmustern.
Das Phänomen der Pareidolie ist weit mehr als nur eine Eigenheit unserer Wahrnehmung. Es war und ist grundlegend für unser Überleben in einer zumindest mehrdeutigen, wenn nicht gar potenziell feindlichen Welt voller hungriger Raubtiere. Ich finde es bemerkenswert, wie unser Gehirn Zufälligkeiten in etwas Wiedererkennbares verwandelt.
Obwohl es aus der Notwendigkeit entstand, Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen, ist es zugleich ein wunderbares Werkzeug für Kreativität. In der Kunst wurde es über die Jahrhunderte hinweg genutzt – von Leonardo da Vinci über Hieronymus Bosch bis zu den Expressionisten und Surrealisten –, um traumartige Bilder zu erschaffen, die stark vom Unterbewusstsein geprägt und weniger von der Rationalität bestimmt sind.
Faszinierend, wie ein kleiner Denkfehler es uns ermöglicht, Mehrdeutigkeit und Bedeutung als zusätzlichen Wert in der Schönheit der uns umgebenden Natur zu finden.
Diese Aufnahmen entstanden direkt neben der Duintrap, einer Treppe in der Nähe des Ausgangspunkts einer Wanderroute durch die Schoorlser Dünen bei Bergen in den Niederlanden.
Ich sehe aufgerissene Münder, verdrehte Gliedmaßen und emporragende Arme, geisterhafte Augen und seltsam geformte Silhouetten, die mich an Köpfe mystischer Wesen erinnern, wie ich sie in lebhaften Träumen gesehen haben könnte.











































